Publikationen

 

Hans-Joachim Lenger / Friedrich von Borries

Metastasen des Krieges
Wir leben im Krieg. Er umgibt uns, entzieht sich aber immer wieder unserer Wahrnehmung. Nur in den Nachrichten oder wenn ein Terroranschlag – den wir als Bestandteil des globalen Krieges verstehen müssen, in dem wir uns befinden – unser unmittelbares Umfeld betrifft, werden wir auf ihn aufmerksam. Was also sind die Metastasen des gegenwärtigen Krieges? Wie wird er sinnlich wahrnehmbar, und inwieweit ist diese sinnliche Wahrnehmbarkeit Ergebnis von Gestaltungsprozessen, also Gegenstand von Design? Wir versuchen in einer Improvisation diesen Fragen in all ihrer Widersprüchlichkeit nachzugehen. Ausgangspunkt sind zehn Bilder, Bilder des Krieges, seiner Techniken und Werkzeuge. Aus den zehn Bildern resultieren zehn paradoxale Thesen, denen Friedrich von Borries und Hans-Joachim Lenger in einem Gespräch, einem Gedankenaustausch nachgehen: eine Improvisation über die ästhetische Gegenwart des Krieges.

Merve Verlag
IMD 452
2018
72 Seiten
ISBN: 978-3-96273-005-5
Buch: 8,00 €


 

Hans-Joachim Lenger / Georg Christoph Tholen

Unendliche Nähe. Fragen an Jean-Luc Nancy
Der französische Philosoph Jean-Luc Nancy beantwortet schriftliche Fragen zu seinem Werk, woran sich ein Gespräch mit ihm anschließt, das Hans-Joachim Lenger und Georg Christoph Tholen im Dezember 2012 in Straßburg mit ihm führten.

material Verlag der HFBK Hamburg

Typografie von Mitko Mitkov
Hrsg: Wigger Bierma
Betreuer: Wigger Bierma / Ralf Bacher
7/2014 Auflage 400 Stk.
ISBN 978-3-944954-11-0
Material 357
edition HFBK 50
€ 8.-


 

Hans-Joachim Lenger (Hg.)

Download-Archiv der Spuren

Spuren
in Kunst und Gesellschaft

Ausgewählte Texte aus der zwischen 1983 und 1994 an der HFBK Hamburg erschienenen Zeitschrift.

Mit Beiträgen von Vilém Flusser, Jean Baudrillard, Claude Lévi-Strauss, Norbert Meder, Manfred Geier, Friedrich Kittler, Bernhard Waldenfels, Michel Foucault, Gérard Raulet, Jean-François Lyotard, Emmanuel Lévinas, Jacques Derrida, Elisabeth Weber, Khosrow Nosratian, Ulrich Sonnemann, Oskar Negt, Hans-Dieter Bahr, Hans-Joachim Lenger, Nobert Bolz, Joseph Beuys, Hartmut Böhme, Jochen Hörisch, Slavoj Zizek, Jan Philipp Reemtsma.

material verlag 140, Edition HFBK
Bestellungen bei der HFBK Hamburg, Öffentlichkeitsreferat, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg
ISBN 978-3-938158-97-5
158 S. - 15.-

Vollständiges Archiv der Zeitschrift zum Download



Hans-Joachim Lenger / Michaela Ott /
Sarah Speck / Harald Strauß (Hg.)



Virtualität und Kontrolle

Texte des Internationalen Symposions
zu den Kontrollgesellschaften

(3.11.-8.11.2008 Hamburg)

material verlag der HFBK
textem verlag

ISBN 978-3-941613-26-3
332 S. - € 16,90

Die kapitalistischen Gesellschaften der Gegenwart stützen sich immer weniger auf Mächte der Disziplinierung. Zusehends formieren sie sich in Techniken der Kontrolle.
So lautete eine These des französischen Philosophen Gilles Deleuze, an die der vorliegende Band anknüpft. Diese These weist ebenso politische, ökonomische, kulturelle wie technisch-mediale Aspekte auf. Sie werden in unterschiedlichen Beiträgen präzisiert.
Zugleich fragen die Autorinnen und Autoren nach dem »Virtuellen«: jenem Spiel von Differenzen, die sich unversehens aktualisieren und die Kontinuität der »Geschichte« unterbrechen. Niemals gibt es nämlich nur eine einzige Macht. Sie selbst ist differentiell, setzt »Widerstand« immer schon voraus.
Die Beiträge gehen auf das internationale Symposion Virtualität und Kontrolle zurük, das an der HFBK Hamburg stattfand.

Mit Beiträgen von

GUSTAV
Alain Brossat
Maria Muhle
Katja Diefenbach
Marc Rölli
Ulrich Böckling
Harald Strauß
Olaf Sanders
Kathrin Busch
Sarah Speck
Michaela Ott
Ralf Adelmann
Georg Christoph Tholen
Sandra Schäfer
Olivier Razac
Christian Hoffstadt
Michael Nagenborg
Ulf Freyhoff
Paul Geisler
Clemens Apprich
LIGNA
Hans-Christian Dany
Hans-Joachim Lenger


Virtualität und Kontrolle
Eine Koproduktion von

HfbK Hamburg
IfM - Universität Basel
Paris VIII - St.Denis
Institut Français de Hambourg
ThaliaTheater Hamburg
FSK Hamburg


Programm der Tagung
Hans-Joachim Lenger: Eröffnung (Audio MP3)
Gespäch über "Virtualität und Kontrolle" (PDF)
Audio-Dokumentation aller Vorträge




Hans-Joachim Lenger, Georg Christoph Tholen (Hg.)

Mnêma
Derrida zum Andenken

transcript 2007
258 Seiten
€ 25,80

Derrida ist in aller Munde, sein Werk dagegen nur wenig zur Kenntnis genommen. Der inflationäre Gebrauch von Termini aus seinem Oeuvre geht mit einem kalkulierten Vergessen einher. Mnema aber bedeutet Andenken, Gedächtnis, Erinnerung, Erwähnung, Denkmal, Grabmal. Subtil zeigt sich in dem Wort an, daß jedes Sprechen, in dem Lebendiges Erwähnung findet, auf eine Abwesenheit verewiesen ist, die sich in keiner Gegenwart versammeln läßt. Diese "différance" vor allen Unterschieden hat sich im Werk Derridas ebenso nachgezeichnet wie vorgeschrieben. Philosophen und Kulturtheoretiker, Liteatur- und Medienwissenschaftler knüpfen in diesem Band an Fragen, die das Werk Derridas entfaltet, an, um sie in unterschiedlicher Weise für ihre Disziplinen und über sie hinaus anzudenken und fruchtbar zu machen.

Mit Beiträgen von Anton Bierl, Artur R. Boelderl, Silvia Henke, Alexander Honold, Peter Krapp, Hans-Joachim Lenger, Stefan Lorenzer, Oliver Marchart, Nikolaus Müller-Schöll, Jean-Luc Nancy, Avital Ronell, Georg Christoph Tholen, Elisabeth Weber, Samuel Weber, Michael Wetzel und Sandro Zanetti.




Hans-Joachim Lenger



Marx zufolge

Die unmögliche Revolution

transcript 2004

410 Seiten € 27.80

Zentral ist den Marx'schen Texten die Nähe von Trauma und Ökonomie; darin besteht ihre unerhörte Modernität. Zwar spricht auch Marx die Sprache der Metaphysik. Aber durch sie hindurch kündigt sich bei ihm eine Erfahrung an, die die ökonomische Ordnung als differentielles Gefüge von Texten entzifferbar macht. Es verlangt nach Begriffen, die ebenso "semiotisch" wie "grammatologisch" sind und nicht zuletzt mit einer "marxistischen Metaphysik" brechen. Heute treffen diese Begriffe auf das Diktat einer "globalisierten" Ökonomie, den Verfall des Politischen, auf Diskurse des Krieges, der Medien und der Psyche und nicht zuletzt auf die Bürokratien der Systemtheorie. Entscheidend sind jedoch nicht solche regionalen Verfassungen von Wissen, Technik und Macht. Entscheidend ist, wie sie hervorgebracht werden und welche "Arbeit der Differenz" sie praktisch dekonstruieren kann. Hier allerdings begegnen sich Marx, Heidegger und Derrida. Deren Rendezvous macht eine erneute Lektüre der Marx'schen Texte nötig - "hier" und "jetzt", unter dem Diktat einer "Globalisierung" und nach dem Sturz staatlicher Systeme, die sich auf Marx beriefen.


Inhalt

Folgen

Das unmögliche Zusammen
Sprachlose Sprache
Menschenbegriffe
Die Inschrift des Gesetzes

Die Spiegel des Werts
Logik des Ausdrucks
Geld - sýmbolon
Die Tode des "Werts"

Die Barbarei der Arbeit
Die Zirkulation der Zwecke
Delta G
epoché der Zeit

Technologien der Zeit
párergon
Signifikanz der Maschinen
capital fixe

Diesseits einer Zukunft
Der Todestrieb der Ökonomie
Medien, Zeit und Kriege
Der zerbrochene Horizont

Zäsuren des Politischen
Die Bajonette der Metapher
Vom Sinn der Erde
Das Gespenst der Entscheidung

Die Zirkel der Wahrheit
Differenz der Sphären
Eine Subversion der Medien
Diesseits des Symbolischen

Was zu tun bliebe

 



Hans-Joachim Lenger



Vom Abschied

Ein Essay zur Differenz

transcript 2001
ISBN 3-933127-75-0

240 Seiten € 25,80

Sprache, Technik und Medien stellen das philosophische Denken heute überall in Frage. Dessen Traum der Vernunft scheint ausgeträumt. vor allem die Katastrophen des 20.Jahrhunderts haben jede Idee einer Versöhnung obsolet gemacht. Der vorliegende Band fragt deshalb, was es heißt, Abschied von der Philosophie zu nehmen. Doch zeigt er an Denkfiguren von Platon bis Derrida, daß die Philosophie den Abschied von sich selbst immer auch schon gedacht hat. Denn die Philosophie kreist um eine Differenz, die sich begrifflich nicht einholen läßt. Diese Differenz insistiert als Frage einer "Ethik" in jedem Begriff, der sich denken läßt. Auf ihr läßt sich kein System begründen - weder philosophisch noch politisch oder technisch. Aber kein System entgeht ihr. Und dies macht den Abschied ebenso definitiv wie unabschließbar.

 

Inhalt

Mythografien
Die Metaphern Nietzsches
Die Tode Freuds
Das Unheimliche Heideggers
Techniken des "Als Ob"
Die Spuren Blochs
Die Einschnitte Lyotards
Enigma des "Wir"

 



Hans-Joachim Lenger

Fragen an Deleuze. Fragen an Wenders. Das Digitale

Hochschule für bildende Künste Hamburg
material-Verlag 2003
ISBN 3-932395-60-3

80 Seiten € 7,-

"Keine Analyse eines Mediums kann sich darin erschöpfen, nur seine Grenzen zu nachzuzeichnen. So unverzichtbar diese "kritische" Arbeit ist, so wenig hätte sie einen Wert, ginge sie nicht aus der Untersuchung einer ganz anderen Frage hervor. Aus welchen Differenzen und Virtualitäten generieren sich die Möglichkeiten eines Mediums, und welche Kräfte hindern es daran, diese Möglichkeiten zu verwirklichen? Was also trennt die Kraft dieses Mediums von sich selbst? Erst, wenn die Frage in dieser Weise, also affirmativ gestellt wird, werden sich auch Figuren der Kritik aus ihr ableiten, Begrenzungen analysieren oder Grenzen des Mediums nachzeichnen lassen."

Diese Broschüre erschien aus Anlaß der Filmretrospektive "Wim Wenders - Die Bewegung der Zeit", die gemeinsam mit Wim Wenders von der HfbK Hamburg und dem Kommunalen Hamburger Kino Metropolis vom 13. bis zum 30. April 2003 veranstaltet wurde. Bei seinen Fragen an Wim Wenders bezieht sich der Text vor allem auf die beiden Filmbücher von Gilles Deleuze (Das Bewegungs-Bild und Das Zeit-Bild), deren Lektüre im Mittelpunkt des medienphilosophischen Seminars der HfbK Hamburg stand.

 



Hans-Joachim Lenger

Holografische Kriege.
Schwarzeneggers Hand

Zwei Vorträge

Hochschule für bildende Künste Hamburg
material-Verlag 2003
ISBN 3-932395-68-9

56 Seiten € 7,-

Diese beiden Vorträge wurden mittlerweile an einigen Universitäten und Stätten der Kunst aufgeführt, ein wenig wie auf einer Kino-Tournee - in Kassel, Freiburg, Weimar, Köln, Ingelheim oder Hamburg und einigen anderen Orten. Geschrieben wurden die Holografischen Kriege für ein Symposion an der Universität Kassel, Schwarzeneggers Hand für eine Veranstaltung im Kölner Museum Ludwig. Um "Aufführungen" handelte es sich tatsächlich eher als um Vorträge und um Kino mehr als um Philosophie, Medientheorie, Psychoanalyse oder Ästhetik. Denn allemal spielt Arnold Schwarzenegger hier die Hauptrolle. Fast alles, was seinen Aktionen, Ausführungen und Reflexionen hinzuzfügen war, konnte sich auf die Rolle eines behutsamen Kommentars beschränken. Es brauchte nur zu akzentuieren, was auf der Leinwand ohnehin zu sehen war. Auch hier ist es wie im Leben.